IT-Projekte machen Spaß und sind erfolgreich

Immer wieder liest man, dass IT-Projekte schwierig sind und sogar scheitern. Und das hat nur einen Grund: den Menschen. Die Technik ist überhaupt nicht das Problem.

Wie macht man es richtig?

Agile Projektabwicklung à la Scrum oder ganz klassisch Schritt für Schritt – wie führt man ein IT-Projekt nennenswerter Größenordnung in den Zeiten der digitalen Transformation zum Erfolg? Wie stellt man sicher, dass Soft- und Hardware hinterher nicht nur einwandfrei funktionieren sondern die Anwender damit auch sinnvoll und mit Leichtigkeit umgehen können? Denn nur so stellt sich der erwartete ROI und Nutzen in absehbarer Zeit ein.

Mensch ärgere dich nicht!

Unternehmer sehen sich dabei mit zwei Überlegungen konfrontiert. Als erstes stellt sich die Frage: Welches Produkt ist für meine Aufgaben das Richtige? Es ist gar nicht so einfach aus der Fülle der Anbieter, national und international, das richtige Produkt zu wählen. Es sind ganz unterschiedliche Unternehmen, Programmphilosophien und Produktinhalte. Einige Unternehmen investieren viel Zeit und somit Geld in die richtige Auswahl, andere vertrauen der IT oder hören lieber auf den Schwager des Freundes „der auch mal so eine Software hatte“. Dazwischen gibt es alle Varianten.

Aber das Produkt ist gar nicht das Entscheidende! Hier kommt die zweite Überlegung ins Spiel: Wie stellen Sie sicher, dass die Einführung im Unternehmen annähernd reibungslos von statten geht und die Kosten nicht aus dem Ruder laufen?  Erfolgsfaktoren sind: die klare, nachvollziehbare Definition des Projektzieles, die Zusammenarbeit mit dem Lieferanten – oder nennen wir ihn besser „Partner“, die zur Verfügung gestellte Zeit, die Dienstleistungspakete – und vor allem Ihre Mitwirkung am Projekt. Wenn Sie meinen, dass in dieser Aufzählung die Software fehlt: Diese ist weniger wichtig, als Sie denken. Sie sehen, auf die erfolgreiche Einführung und Nutzung eines neuen Systems nehmen viele Faktoren Einfluss.

Appell an die Entscheider

„Alles soll besser werden, nur ändern darf sich nichts“. Unter dieser Maxime ist es schwer, erfolgreich einen Change-Prozess einzuleiten. Denn neue Software verändert eine Organisation – sie muss muss mit deren Prozessen verschmelzen und zu ihrem Bestandteil werden und nicht auf diese aufgepflanzt werden, nur dann erzeugt sie einen hohen Mehrwert.

Darum ein Gedankenanstoß, der von Herzen kommt: Geben Sie nicht grünes Licht zu einem Projekt, hinter der Sie nicht stehen und von dessen Nutzen Sie nicht überzeugt sind! Die Belegschaft spürt das und ein mögliches Resultat ist, dass die gesteckten Ziele nicht erreicht werden. Die Investition würde sich dann nicht oder nur bedingt auszahlen, und das müssen Sie natürlich vermeiden. Schauen Sie in sich und seien Sie hier ehrlich zu sich selbst!

Leider erlebe ich es immer wieder, dass Entscheider zwar die Mittel bewilligen, aber die Verantwortung für die Einführung dann gerne an jemanden delegieren. Mit dem Projekt möchten sie möglichst nichts zu tun haben. So geht das nicht! Ihr Unternehmen muss spüren, dass Sie voranmarschieren.

Deshalb sind folgende Fragen so wichtig: Wollen Sie die Veränderung? Ist das Geld gut investiert? Sind Sie davon überzeugt, dass sich der finanzielle, aber auch der personelle Aufwand lohnt? Wenn die Antwort „Nein“ lautet, dann sollten Sie es besser lassen. Bei einem „Ja“ ergeben sich Pflichten für Sie, denen Sie sich nicht entziehen können.

Ist das Projekt Teil einer Unternehmensstrategie?

Aber den Strategen unter Ihnen sei jetzt schon gesagt: Heutzutage ergeben sich aus Veränderungen in der digitalen Landschaft auch Optionen und Wettbewerbsvorteile, die nicht nur in der Verbesserung der Kernprozesse dienen. Denn die Einführung eines neuen Systems stellt, wie wir lernen werden,  zwangsläufig vorhandene Prozesse und somit  Denk-, Sicht- und Arbeitsweisen auf den Prüfstand.

Das ist eine Chance. Eine doppelte, denn es kann nicht nur eine Ist-Aufnahme der vorhandenen Prozesse durchgeführt werden, um diese zu optimieren, sondern auch der erste Schritt in die Arbeitswelt 4.0 sein. Überlegen Sie, ob es nicht an der Zeit ist, eine digitale Strategie für das Unternehmen zu entwerfen und dies als initialen Zeitpunkt dafür zu sehen.

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